Gemüsegarten im März – Frühlingsvorbereitung mit Aussaat und Bodenbearbeitung

Gartenkalender März – Was im Gemüsegarten zu tun ist

Gartenkalender März: Was jetzt zu tun ist

Der März im Gartenkalender lügt. Die ersten warmen Tage kommen, man will sofort loslegen, und dann friert es nochmal durch. In meiner Gärtnerei habe ich diesen Fehler oft genug beobachtet: wer zu früh sät, erntet nichts. Geduld ist im März die wichtigste Tugend.

Trotzdem: Der Boden taut auf, die Tage werden länger. Es gibt Arbeit. Gehen Sie jetzt raus und schauen Sie sich Ihre Beete an.

Aussaat im Haus

Anfang März beginne ich mit der Voranzucht auf der Fensterbank. Nicht früher. Wer seine Tomaten schon im Februar zieht, hat im Mai überlange, schwache Jungpflanzen, die bringen keine gute Ernte.

Was jetzt ins Haus gehört:

  • Tomaten, In Anzuchterde, bei 20 bis 24 Grad keimen lassen. Fensterbrett über der Heizung ist oft zu trocken. Besser ein Anzuchtkasten mit Deckel.
  • Paprika, Braucht Wärme und Zeit. Wer zu spät sät, bekommt im Sommer kaum Früchte. Mitte Februar wäre besser gewesen, aber Anfang März geht noch.
  • Auberginen, Ähnlich wie Paprika. Warmer Standort, regelmäßig gießen, nicht staunass.

Ein Keim braucht keine Sonne. Er braucht Wärme und gleichmäßige Feuchtigkeit. Sobald der Keimling auftaucht, gehört er ans Licht, sonst wird er geil und kippt um.

Direktsaat ins Freiland

Ab Mitte März, wenn der Boden frostfrei und abgetrocknet ist, beginne ich mit der ersten Direktsaat. Nicht auf den Kalender schauen, auf den Boden. Stechen Sie einen Finger in die Erde. Fühlt sie sich kalt und nass an, warten Sie noch eine Woche.

Was jetzt draußen gesät werden kann:

  • Radieschen, Das erste Gemüse ins Saatbett. Reif nach vier bis sechs Wochen. 1 Zentimeter tief, nicht tiefer.
  • Spinat, Verträgt noch Temperaturen bis minus 5 Grad. Robust und unproblematisch.
  • Erbsen, Sobald der Boden bearbeitbar ist. Bei uns in Oberschwaben oft erst Ende März.
Radieschen-Direktsaat ins Freiland, frische Radieschen aus dem Beet
Radieschen gehören zu den ersten Gemüsen, die direkt ins Freiland gesät werden können.

Das Saatbett muss feinkrümelig sein. Nehmen Sie die Harke und arbeiten Sie die oberste Schicht gründlich durch. Klumpen haben in einem Saatbett nichts verloren. Die Krume soll locker sein, damit die Keimwurzel ungehindert nach unten wächst.

Bodenbearbeitung

Der März ist der Monat für die Grundarbeit. Was jetzt versäumt wird, rächt sich bis in den Herbst.

Ziehen Sie zuerst den alten Mulch von den Winterbeeten. Er hält die Erde kalt. Der Boden soll sich erwärmen. Dann lockern Sie die Krume mit der Grabegabel, nicht umgraben, nur auflockern. Altes Unkraut entfernen, bevor es Samen bildet.

Reifer Kompost gehört jetzt flach eingearbeitet. Zwei bis drei Zentimeter, nicht mehr. Frischer Stallmist hat im März auf den Gemüsebeeten nichts verloren, der braucht Zeit zum Rotten.

Wer mit Kompost sparsam ist, dem rate ich: lieber weniger auf mehr Fläche als viel auf einer Stelle. Eine gleichmäßige Versorgung bringt mehr als ein überdüngter Fleck.

FAQ

Wann kann ich im März mit der Aussaat beginnen?

Sobald der Boden frostfrei und abgetrocknet ist, können Sie mit kältetoleranten Gemüsen wie Radieschen und Spinat beginnen. Wärmeliebende Gemüse wie Tomaten werden im Haus vorgezogen.

Welche Bodentemperatur brauche ich für die Aussaat?

Für Direktsaat im Freiland sollte der Boden mindestens 5 bis 8 Grad haben. Für Tomaten und Paprika auf der Fensterbank reichen normale Raumtemperaturen von 20 bis 24 Grad.